Beleuchten eines Luxemburger Nahverkehrszuges

Aufgrund der unbequemen Programmierung des Tams FD-4 wird der eigentlich recht gute und günstige Funktionsdecoder von immer mehr Anwendern abgelehnt.

Wir werden nun einen Zug mit Beleuchtung vershen und dabei den Multiprotokoll- Decoder 76900 von Uhlenbrock verwenden.

Auf dessen Programmierung und auf die enorm vielseitige Konfiguration soll eine separate Seite eingehen, die man hier anklicken kann.

 
  Verwendet wird folgendes Material:
  1 Multiprotokoll-Funktiondecoder 76900 von Uhlenbrock
  3 LED-Leisten Tams WIB-2 (gelbliches helles Licht)
  2 Paar RTS stromführende Kupplungen
  1 Relais zum Schutz des Decoders
  2 klare rotleuchtende Osram-LEDs
  3 Masseschleifer Märklin 291180 (oder 210240)
  1 Pukoschleifer Märklin 414940
  3 Widerstände und etwas Schaltlitze und Schrumpfschlauch
  4 “Ypsilon”schleifer Märklin 239830

  Bei normalem Einkauf wird sich der Aufwand bei
                 knapp 80 Euro bewegen.
 

Das benötigte Material ist nicht gerade spottbillig, der schöne Zug strahlt aber hinterher, sodass es eine Freude ist, ihn mit Preiserleins zu besetzen.

Bespannt werden soll er mit einer NOHAB der CFl.

Da die Lok F1 nicht benutzt, wird die Innenbeleuchtung des Zuges mit F1 zugeschaltet. Die beiden Schlussleuchten schalten sich zu, wenn die Lok Fahrlicht einschaltet.

Da man durch die kleinen Fenster der Türen kaum in den Waggon sehen kann, sollen Decoder und Schutzrelais dahinter eingebaut werden.

Eine Stellprobe zeigt, dass das gut passt. Rechts sieht man zwischen den Sitzen das Kabel vom Pukoschleifer ankommen. Der Masseschleifer ist am anderen Drehgestell angebracht. Seine Leitung wird über die LED-Leiste zum Decoder gelangen.

Wozu dient nun das Relais ? Sollte der Zug aus irgendeinem Grunde mal einen Kurzschluss auf die Leitung zu den LED-Leisten der anderen Wagen bekommen, wäre das der schnelle Tod eines teueren Decoders. Das Relais verbindet nun die LED-Leisten des ganzen Zuges  mit dem Pukoschleifer. Ein Kurzschluss würde so nur den Booster abschalten.

In das Waggonoberteil wird nun die LED-Leiste eingeklebt und die angedeuteten  Schlusslichter werden ausgebohrt und etwas aufgefeilt.
Hier werden nun die LEDs eingeklebt. Sie werden mit einem Vorwiderstand versehen, damit sie nicht zu hell strahlen. Ein Wert zwischen 500 und 1000 Ohm (1/8 Watt) gibt meistens das richtige Bild. Es empfiehlt sich in Reihe eine Schutzdiode zu setzen, um die geringe Sperrspannungsfestigkeit der LEDs zu umgehen. Bei unserem 76900 kann man den Ausgang auch dimmen.

Ich verwende als Relais eine 12V-Version, das auch bei schlecht versorgten Strecken noch zuverlässig schaltet. Es bekommt einen 500 Ohm Vorwiderstand. Relais und Schlussleuchten werden von mir stets an dem 20V - Rückführungsanschluss des Decoders betrieben. Dieses Relais hält 2 Umschalter vor. Ich benutze gebrückt beide Arbeitskontakte für die LED-Leisten. So macht es auch kein Problem, wenn eine Zuglänge von 10-15 Wagen erreicht würde, was bei einigen Decodern schon einen direkt verwendeten Decoderausgang  überfordern könnte.

Nach rechts zum Wagenende müssen nun insgesamt 4 Kabel durch das Abteil geführt werden. Damit das nicht zu wüst aussieht, werden sie in der Waggonmitte durch einen etwas dickeren schwarzen Schrumpfschlauch geführt. Unter dem Decoder ist dafür ein kleines Loch in die Trennwand gebohrt worden
Hier laufen die Massezuführung des Decoders (von der Lichtleiste abgenommen), die Leitung vom Relais, die die Leisten einschaltet und die beiden Kabel, die die Schlussleuchten versorgen.

An der anderen Seite des Waggons sieht man das Massekabel vom Drehgestell kommen. Es wird nicht durch das grosse Loch geführt, sondern durch die Dreh- gestellaufhängung, weil es dann nicht so sehr bewegt wird, wenn der Wagen Kurven durchfährt.Es wird an die LEDleiste angelötet.
Unter dem Messingblech ist der Ypsilon- schleifer eingelegt worden, der die stromführenden Kupplungen mit dem Messingblech verbindet. an das Blech wurde nun das rote Kabel angelötet, das später oben an der Lichtleiste die Spannung vom Relais abgreift.

In den anderen beiden Wagen muss nun nur noch eine LED-Leiste eingeklebt werden und die stromführenden Kupplungen  und jeweils ein Masseschleifer angebracht werden. Und schon ist ein schöner Zug komplett beleuchtet worden. Der Decoder wird nun noch auf die Lokadresse programmiert und die beiden Ausgänge werden auf die richtigen Funktionstasten gelegt. Fertig !

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